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Das Hausa Hochtemperatur Silikon HS250 +305 °C schwarz 2 x 300 ml ist ein acetatvernetzender, dauerelastischer Silikon-Dichtstoff zum Verfugen und Verkleben von Bauteilen mit Betriebstemperaturen bis +245 °C. Dieses hitzebeständige Doppelpack eignet sich ideal für Kaminanschlüsse, Heizelemente und Lüftungskanäle, da die Fuge Temperaturspitzen bis +305 °C sowie Öl-, Fett- und Kühlmittelkontakt übersteht. Es bildet eine schrumpfarme Fuge mit 1 bis 5 % Volumenverlust, lässt sich mit Malerband sauber abziehen und wird in dieser Ausführung als Doppelpack mit zwei Kartuschen à 300 ml und Düse geliefert.
Inhalt: 2 Kartuschen 300 ml + Düse | Farbe: schwarz | System: 1-K-Silikon, acetatvernetzend | SKU: HS25001S2 | EAN: 4260701481058


Entscheidend für eine hitzebelastete Fuge ist nicht die Höchsttemperatur allein, sondern das Wechselspiel aus Wärmedehnung und Rückstellung. Stahl, Guss und Aluminium arbeiten bei jedem Aufheizvorgang; die Fuge muss diese Bewegung aufnehmen und wieder in die Ausgangslage zurückgehen. Das HS250 erreicht dafür ein Rückstellvermögen von 95 bis 99 % nach ISO 7389 und eine Reißdehnung von 105 bis 119 % nach ISO 8339, eingestuft als ISO 11600:2004 F&G 20HM.
Der Dichtstoff härtet mit Luftfeuchtigkeit acetatisch aus und erreicht eine Shore-A-Härte von 24 bis 30. Diese Einstellung ist fester als ein klassisches Sanitärsilikon und passt zu Verbindungen, die zusätzlich mechanisch beansprucht werden - etwa Flanschen an Wasserpumpen, Deckeln von Aggregaten oder Anschlüssen von Ofenrohren. Die Dichte liegt bei 1,0 bis 1,04 g/ml nach ISO 2811-1.
In Schwarz verschwindet die Fuge optisch an Ofenrohren, Motoren und Kamintüren. Der dunkle Ton nimmt Rußanflug und Metallgrau auf, sodass Nacharbeiten und Reparaturen später kaum sichtbar bleiben. Für Stellen, an denen die Abdichtung bewusst erkennbar sein soll, gibt es die Variante in Rot mit einer Dauerbeständigkeit bis +260 °C.
Nicht geeignet für: dauerhaft über +245 °C belastete Flächen, Naturstein, poröse oder bituminöse Untergründe sowie Polyethylen, Polypropylen und Teflon. Bei unbekanntem Material vorher an einer Musterstelle prüfen.


Vorbereitung: Technisches Datenblatt und Sicherheitsdatenblatt lesen. Beide Kartuschen 24 Stunden bei etwa 23 °C lagern, damit sie sich gleichmäßig verarbeiten lassen. Flächen von Ruß, Fett und Öl befreien, entfetten und vollständig trocknen lassen.
Fuge ziehen: Spitze der Kartusche über dem Gewinde kappen, Düse schräg auf die Fugenbreite zuschneiden und aufdrehen. Silikon mit gleichmäßigem Druck in die Fuge einbringen und Hohlräume vermeiden. Ränder abkleben, die Fuge binnen 5 bis 15 Minuten glätten, Malerband unmittelbar danach abziehen.
Nacharbeit: Die zweite Kartusche für Anschlussstellen und Korrekturen bereithalten. Frisches Silikon vor der Hautbildung mit einem trockenen Tuch entfernen, ausgehärtete Reste mechanisch abtragen. Die Anlage erst in Betrieb nehmen, wenn die Fuge vollständig durchgehärtet ist.
| Eigenschaft | Norm | Wert |
|---|---|---|
| Vernetzungsart | - | 1-K-Silikon, acetatvernetzend |
| Packungsinhalt dieser Position | - | 2 Kartuschen 300 ml + Düse |
| Farbton | - | schwarz |
| Rohdichte | ISO 2811-1 | 1,0-1,04 g/ml |
| Verlauf an vertikalen Flächen | ISO 7390 | 0-3 mm |
| Schwund beim Aushärten | ISO 10563 | 1-5 % |
| Sekantenmodul 100 % Dehnung | ISO 8339 | 0,4-0,5 MPa |
| Bewegungsaufnahmefähigkeit | ISO 9047 | 20 % |
| Dehnung beim Bruch | ISO 8339 | 105-119 % |
| Rückstellung nach Verformung | ISO 7389 | 95-99 % |
| Shore-A-Wert der Fuge | ISO 868 | 24-30 |
| Temperaturbereich nach dem Aushärten | - | −65 bis +245 (305) °C |
| Zulässige Umgebungstemperatur beim Auftrag | - | +5 bis +40 °C |
| Offene Zeit bis zum Glätten | - | 5-15 Minuten |
| Hautbildung | - | 5-30 Minuten |
| Durchhärtung pro Tag | - | 2-3 mm/24 h |
| Prüfnorm | ISO 11600:2004 | F&G 20HM |
| SKU / EAN | - | HS25001S2 / 4260701481058 |
Die Formel dahinter: Fugenlänge in Metern = Füllmenge in Millilitern geteilt durch Fugenbreite mal Fugentiefe in Millimetern, mal 1 000. Bei 600 ml Gesamtvolumen ergibt das die oben genannten Laufmeter.
Zwei Kartuschen sind die passende Menge für eine vollständige Montage plus Reserve: eine Kartusche arbeitet in der geplanten Fuge, die zweite bleibt für Nacharbeiten, eine zweite Anschlussstelle oder den Fall, dass eine Düse verstopft. Wer ganze Anlagen oder mehrere Öfen hintereinander abdichtet, wählt die Kartons mit 12, 18 oder 24 Kartuschen.

Wie viel Fuge ergeben zwei Kartuschen?
Rund 24 m im Querschnitt 5 x 5 mm oder rund 9 m im Querschnitt 8 x 8 mm. Die Rechnung basiert auf 600 ml Gesamtvolumen.
Lässt sich das Silikon überstreichen?
Nein. Acetatvernetzende Silikone nehmen keine Farbe an. Die schwarze Einstellung ist deshalb an dunklen Ofenrohren und Motorbauteilen die unauffälligste Lösung.
Wie entferne ich alte Dichtmasse vor der Reparatur?
Alte Masse mechanisch ausschneiden, die Flanken metallisch sauber bürsten, entfetten und trocknen lassen. Auf Fett- oder Ölfilm baut das Silikon keine Haftung auf.
Was passiert bei Frost und Kälte?
Die ausgehärtete Fuge bleibt bis −65 °C elastisch. Beim Auftragen selbst müssen Untergrund und Umgebung jedoch zwischen +5 und +40 °C liegen.
MHD und Chargennummer sind auf der Verpackung aufgedruckt. Beide Kartuschen trocken, frostfrei und vor direkter Sonne geschützt bei +0 bis +25 °C aufbewahren. Die angebrochene Kartusche mit verschlossener Düse lagern und vor der zweiten Verwendung den ausgehärteten Pfropfen entfernen; die ungeöffnete Reservekartusche bleibt bis zum Ablauf des MHD einsatzbereit.
Entsorgung: Leere Kartuschen in die Wertstoffsammlung geben, ausgehärtete Reste über den Restmüll. Nicht ausgehärtetes Material gehört nicht in Abfluss oder Kanalisation.